Basteln, Werkeln & Co., Tutorials & Tipps

Kein Fotostudio? Pah, dann bau ich mir halt eines =).

Ein kleines Fotostudio? So für Bilder die nichts mit Kleidung und Co zu tun haben (Für Klamotten hab ich ja meistens meine „Models“) ? Ja, das wäre schon was Feines. Nur leider erlaubt es der Platz in unserer Wohnung nicht, dass ich da irgendwo etwas dauerhaftes ‚installieren‘ kann. Also brauche ich eine „Take-away“ Lösung.

Und genau deswegen bin ich zum Baumarkt gefahren und habe mir diese Leimholzplatte aus Fichte in 60cm x 80cm gekauft. fotostudiobauen2Eigentlich wollte ich beim gleichen Einkauf auch noch eine Rückwand mitnehmen, aber leider waren die Produkte Vorort nicht das was ich suchte. Für meine Idee waren die Spannplatten im Baumarkt einfach zu schwer.

Aber das sollte wohl alles so sein, denn kaum war ich zu Hause und hing meine Wäsche im Keller auf, lachte mich eine sehr dünne Spannplattenwand an =).
fotostudiobauen1Ich hatte sie total aus meinem Erinnerungsvermögen gestrichen =). Sie ist noch ein Restbestand aus der Buchhandlung, die ich selbst vor ein paar Jahren hatte. Damals verdeckte sie eine hässliche Fliesenwand und diente zudem als Infotafel. Der Zustand ist noch tadellos.

Die weiße Rückwand für meine Aufnahmen hatte ich damit gesichert. Zurück also zum „Fußboden“.

fotostudiobauen3

Dieser soll natürlich auf den Bildern auch als Fußboden zu erkennen sein. Im Keller fand ich noch übrig gebliebenes Vinyl-Klebelaminat.

(Kaufen kann man dies in Baumärkten (aber nicht alle führen das) oder z.b. hier Vinyl Laminat bei Amazon *.

Sehr einfach zu verarbeiten und daher perfekt für mich geeignet. Ingesamt benötigte ich für meine Fläche 4 solcher „Bretter“.

fotostudiobauen4

Entweder messt ihr jetzt die benötigte Länge am „Brett“ ab, oder ihr macht es wie ich: Legt das „Brett“ auf die Leimholzplatte und schneidet an der Stelle wo es aufhören soll, einfach kurz mit dem Cuttermesser ins Papier ein (Achja ^^;… ihr braucht ein Cuttermesser, hab ich total vergessen vorher zu erwähnen… aber ich denke das findet sich in jedem Haushalt schnell an).

fotostudiobauen5Jetzt legt ihr das Vinylbrett einfach auf eine Schneidematte, bzw einem Untergrund der nichts dagegen hat ein paar Einschnitte zu bekommen =). Mit einem Lineal verbindet ihr nun (indem ihr es anlegt) die beiden Einschnitte. Entlang dieser „Führung“ nun mit dem Cutter schneiden.

fotostudiobauen6Der Schnitt muss gar nicht das Brett wirklich teilen. Ein oberflächlicher Einschnitt reicht meist schon aus.

fotostudiobauen7Denn wenn man nun das „Brett“ in der Mitte knickt, bricht es von ganz alleine schon in Zwei =). Es wird dann nur noch durch das Papier, das die Klebe von unten schützt, zusammengehalten. Dieses Papier einfach durchschneiden bzw. reißen. Schon hat das „Brett“ die richtige Länge.

Ich arbeite wirklich sehr gern mit Vinyl-Klebelaminat. Es läßt sich leicht verlegen, man benötigt kein teures Werkzeug, es ist abwischbar und meines Erachtens auch sehr robust. Wir haben es bei uns jetzt schon fast 3 Jahre im Flur und Vorflur zu liegen und sind begeistert.

fotostudiobauen8Tja, das wars eigentlich schon. Jetzt könnt ihr Brett an Brett aufkleben. Achtet beim Kleben aber darauf, dass zwischen den „Brettern“ keine Lücken entstehen. Also schön dicht an dicht kleben. Zudem finde ich es ratsam, dass man die geschnittenen Kanten alle zu einer Seite laufen läßt. Und falls ihr Laminat wie ich – also mit Holzstruktur – habt… versucht die „Astlöcher“ schön verteilt auf den Boden zu kleben. Nicht alle Astlöcher z.B. auf den linken Seite. Am besten vor dem Schneiden einfach mal alle Bretter auf die Holzplatte zur Probe auflegen. Dann gibt es nachhher auch kein böses Erwachen und ihr müsst feststellen, dass ihr die Bretter falsch zugeschnitten habt.

Am Ende sieht mein Fotostudio in Aktion vorläufig so aus:

bloggerschenkenlesefreude20151-3Und bevor jemand denkt: Ähm, jo? Ich hab noch nicht meine Fotolampen aufgebaut und die Fotos sind in diesem Falle so gewollt. Normalerweise würde ich nicht ganz so mit dem direkten Sonnenlicht arbeiten =)….

Von der Seite sieht es dann übrigens so aus:

fotostudiobauen9Die Rückwand ist zwischen Tisch und Rückenlehne der Stühle geklempt. Dies kann ich aber auch varieren. Z.b. die Stühle einfach mit den Rücken zum Tisch stellen und die Platte geht dann bis zum Boden (sie ist zum Glück sehr hoch). Zwischen Rückenwand und „Fußboden“ werde ich wohl das ein oder andere mal auch noch eine Fußbodenleiste legen. Damit sieht es dann noch eher wie „Fußboden“ aus. Zum Glück haben wir auch davon noch viele Reste im Keller =).

Die zweite Seite der Leimholzplatte lass ich übrigens erst mal so. Dann habe ich eine helle und eine dunkle Seite. Eventuell werde ich sie auch mal mit Fußboden „belegen“, dann aber mit etwas hellem. So habe ich mehr Wahlmöglichkeiten.

Verstaut werden die beiden Platten hinter einem Kleiderschrank =). Da stören sie niemanden und ich kann sie ganz schnell hervor holen und wieder verstecken. Gerade aus diesem Grund solltet ihr beim Bauen eurer eigenen Wand-Fußboden Kombination unbedingt darauf achten, dass diese nicht zu schwer ist…. Wenn der Auf- & Abbau zu kompliziert wird, dann lässt man es meistens bleiben und ihr habt im Endeffekt nichts davon.

Materialien:

  • Schnittmuster: Hihi… Eigenes ^^;… müsste wohl eher Bauanleitung heißen *lach*
  • Stoffe: Gar keinen Stoff, dafür aber Materialien wie: Leimholzplatte, Cuttermesser, Spannplatte, Schneidematte, Lineal (oder ähnliches), Fußbodenmaterial (in diesem Falle Vinyl Klebelaminat… aber man kann natürlich auch normales Laminat oder sogar Teppich benutzen… jedem so wie er will)
  • Hashtags: #Fotostudio #Selbermachen #Holz  #lilleluett
  • Linkparties: Creadienstag

* = Werbe- & Affiliate Link (Links die nicht mit * versehen sind verweisen auf persönliche Webseitenempfehlungen. Dies können auch Webshops etc. sein. Aber ich erhalte in diesem Fall keine Vergütung oder Ähnliches.)

2 thoughts on “Kein Fotostudio? Pah, dann bau ich mir halt eines =).

  1. Gute Idee. Ich hatte mal eine Umzugskiste genutzt und die Seitenwände herausgeschnitten und mit weißem Stoff bespannt. Sozusagen als Lichtbox. Allerdings war das sehr platzfressend und stand daher auf dem Dachboden. Zum ausleuchten hatte ich Baustrahler hinter dem Stoff stehen.
    LG
    Kerstin

    1. Jepp so eine Lichtbox wäre auch nicht schlecht. Das hab ich auch noch in Planung. Hier wollte ich erst einmal einen aufgeräumten Hintergrund haben… damit ich mir nicht immer was suchen muss *lach*. Also einen schönen Hintergrund und Co ^^;

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.