Taufe unserer Tochter

Wie ihr vielleicht bemerkt habt, gab es in den letzten Tagen keinen neuen Post. Das lag – wie bereits angekündigt – an der Taufe unserer Tochter. So eine Taufe braucht selbst ohne festen Job ganz schön viel Alltagszauber um gut organisiert über die Bühne zu laufen. Und wie passend, dass ich über Alttagszauber schreibe =). Da kann ich gleich dies schöne Familienfest als Thema verwenden:

Von unserer Familie wohnt niemand in der Nähe, der bei den Vorbereitungen im Vorfeld helfen kann. Bis Donnerstag war eigentlich noch nichts wirklich fertig – bis auf die Bestellung und Reservierung im Restaurant. Meine Mutter – Geschäftsführerin eines mittelständischen Unternehmens –  schüttelte nur ungläubig den Kopf, als sie Donnerstagabend (zusammen mit meinem Vater und meiner Großmutter) anreiste. Wie kann man 3 Tage vor so einem wichtigen Tag noch gar nichts gemacht haben?

Naja… nichts gemacht… das war nur der falsche Eindruck. In meinem Kopf war eigentlich alles gut durchgeplant und ich wusste, dass ich mich in Sachen Deko auf meine Mutter und meine Schwester verlassen konnte (meine Schwester ist Designerin und hat – wie meine Mutter  – ein Händchen für atemberaubende, nicht mal teure, aber ausgefallene Deko).

Jedoch konnte ich Dinge wie „Einkauf“ oder Aufbau oder Ähnliches vorher noch nicht durchführen. Einen Partyeinkauf mit 3 Kindern (davon das älteste 6 Jahre) ist nämlich ABSOLUT nicht empfehlenswert – außer man möchte seine Nerven verlieren und mit maximal der Hälfte an benötigten Dingen heimkommen.

Am Donnerstagabend war es etwas schwierig, den Unterschied zwischen Gelassenheit und Desinteresse bzw. Haltung à la „die anderen werden es schon wuppen“ zu erkennen.
Nur weil ich gelassen bin, heißt es nicht, dass ich zu flaksig an die Sache heran gehe. Im Kopf hatte ich das meiste schon geplant, auch wenn ich manche Kleinigkeit dabei ausgelassen habe. Ich wusste, dass ich diese dann am besten direkt bei der Durchführung umsetzen bzw. beantworten konnte. Ich kann nur jedem raten, sich nicht selbst verrückt zu machen.

Ich bin generell ein Organisationstyp, habe aber in den letzten 2 Jahren gelernt, dass vieles einfacher verläuft, wenn man unverkrampft an die Sache herangeht. Auch meine Mutter merkte schnell, dass dieser Weg auch sehr gut funktionieren kann. Denn die Feier war ein absoluter Erfolg. Ohne die Hilfe meine Eltern, meiner Schwester + Freund, meiner Großmutter und meinen 3 Jungs (mein Mann + unsere Söhne) hätte es jedoch nie so gut geklappt. Was haben wir gebacken, dekoriert, den Garten auf Vordermann gebracht, eingekauft, hin und her gefahren, Geschenke verpackt, gebügelt, zusammen ums Wetter gebangt. Da ich aber wusste, dass ich mich auf jeden Einzelnen verlassen kann (bis auf den Faktor Wetter, der uns aber auch gut gesinnt war und dem wir im Notfall mit einem Plan B getrotzt hätten), konnte ich es mir sparen, mich vorher verrückt zu machen. Egal ob privat oder im Job: Wenn man ein gutes Team hat, das einem zur Seite steht, dann läuft alles viel einfacher.

An dieser Stelle nochmal: Vielen Dank meiner Familie für die tolle Unterstützung. Ich weiß, dass egal in welcher Situation ich bin und egal wieviel Probleme euch gerade selbst bedrücken, es ist immer jemand da, der mir hilft! Und dieses Vertrauen –  das auch noch nie enttäuscht wurde – verschafft einem VERDAMMT viel Erleichterung im Leben. Und das, obwohl im Umkreis von mind. 400km niemand von meiner Familie wohnt. Niemand der mal eben schnell „rübergehopt“ kommt.

Alltagszaubereien verlaufen mit einer tollen Familie gleich noch viel besser, selbst auf größeren Entfernungen.

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